Mittwoch, 12. Juni 2013

Die spirituelle Ethik der Geistheilung - Denkweisen für Geistiges Heilen

In meiner Einführung habe ich bereits erläutert, dass zusätzlich zur praktischen Ethik, die ja sehr gut in den Ethik-Richtlinien des DGH zum Ausdruck kommt eine besondere Verantwortung für das Geistige Heilen als auch bei Heilerausbildungen  an sich erforderlich ist. Diese gründet sich im Wesentlichen auf die Universellen Gesetze, denen ich auf diesen Internetseiten einen eigenen Abschnitt gewidmet habe.


Wesentlich ist zum ersten das Gesetz des Karma. Karma ist vereinfacht dargestellt das Gesetz von Ursache und Wirkung. Hat ein Klient eine schwierige Lebenssituation aufgrund von Karma der Vergangenheit erzeugt, so ist diese für ihn notwendig, damit er alle Aspekte seines Tuns erfahren kann und dadurch lernt und sich weiter entwickelt. Würde ich ihm das Karma abnehmen, so würde ich ihn um diese wichtige Erfahrung und Lernaufgabe bringen. Ich kann den Klienten jedoch dabei unterstützen, sein Karma, seine Lernaufgabe zu erkennen und schneller zu bewältigen. Das Gesetz des Freien Willens ergibt sich ebenfalls aus dem Gesetz des Karma. Ein jedes Lebewesen ist genauso wie jedes andere Lebewesen ein Teil des Ganzen, des Bewusstseins des Universums.

Und jedes Lebewesen hat einen freien Willen, den es zum Ausdruck bringen darf. Wird gegen diesen freien Willen verstoßen, d.h. das Dasein dieses Lebewesens gegen dessen Willen manipuliert, so entstehen Folgen und Konsequenzen, die sich weit über den bloßen Lebensbereich dieses Wesens erstrecken, da ja alle Lebewesen ursächlich miteinander zusammenhängen und auch voneinander abhängig sind. Diese Folgen muss derjenige, der sie in Gang gesetzt hat auch nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma) tragen und ausgleichen. Diese Tatsache hat weit reichende Konsequenzen für die spirituelle Arbeit, und es ist klar, dass diese Konsequenzen für den Verursacher umso schwerwiegender sind, je bewusster er gegen die universellen Gesetze verstößt.
Essenziell ist hier, dass der Klient in einer Beratung über diese Zusammenhänge aufgeklärt wird, denn das Verstehen der Situation an sich ist bereits ein wesentlicher Aspekt der Heilung und Hilfe. Um zu verdeutlichen, wie sich dies in der praktischen Arbeit auswirkt, möchte ich hier zwei Beispiele anbringen:
Wir fangen mit einer typischen Situation spiritueller Lebensberatung an, die fast jeder, der in diesem Bereich arbeitet in dieser oder ähnlicher Form erlebt hat:

Beispiel 1: Das Verlassenwerden durch den Partner

Es kommt ein Klient mit schweren Depressionen. Sein Lebenspartner hat ihn verlassen, er ist so deprimiert, dass er nahezu lebensmüde ist und seinem Leben keinen Sinn mehr gibt. Er wünscht von seinem Heiler oder Lebensberater, dieser möge doch bitte Energie auf die Situation senden, damit der Lebenspartner zurückkehrt. Doch hier muss der Berater innehalten. Denn würde er tatsächlich diese Situation mit Geistiger Energie beeinflussen, so würde sowohl der Klient, der dies gefordert hat als auch der Berater sowohl gegen das Gesetz des Karma als auch in mehrfacher Hinsicht gegen das Gesetz des freien Willens verstoßen. Es wird an dieser Stelle überhaupt nicht deutlich, warum der Lebenspartner den Klienten verlassen hat. Wer hat sich in der Beziehung was zu Schulden kommen lassen? Gibt es karmische Vorbelastungen, die zu dieser Situation geführt haben? Und welche Folgen hat es für das weitere Leben des Lebenspartners und seine späteren Lebens- und Lernsituationen, wenn der Berater diesen gegen seinen Willen in die Partnerschaft zurückzwingen würde? Würde eine solche Beziehung überhaupt gut gehen?

Hier muss der Berater gemeinsam mit dem Klienten die wahren Ursachen für die Trennung herausfinden. Werkzeuge hierfür sind z.B. TAROT, eine astrologische Karmaanalyse, das Familienstellen, Channeling oder andere Formen, mit den beteiligten Seelen auf der Geistigen Ebene Kontakt aufzunehmen.
Mittels TAROT kann ich erste Zusammenhänge, Verstrickungen und Ursachen des Scheiterns der Beziehung erkennen. Auch kann ich über die Metaphern der Bilder erforschen, wie sich die Beziehung weiterentwickelt hätte, wenn sie fortbestanden hätte und welche Wege für den Klienten nun offen stehen, da die Beziehung beendet ist.

Die zweite Analysemöglichkeit ergibt sich über die Astrologie. Hier ist es wichtig vorauszusetzen, dass die Konstellationen der Sterne zueinander nicht bestimmend auf das Leben wirken oder dem Klienten gar den freien Willen nehmen. Die Konstellationen der Sterne sind vielmehr als symbolhafte Bilder und Muster zu verstehen, die im Sinne der Synchronizität ein Abbild der Situation, Umstände und Voraussetzungen ergeben. Würde ich über die Astrologie dem Klienten sagen, die Situation wäre so und so, da die Sterne das zeigen würden und er müsste das einfach hinnehmen, so würde ich wieder gegen den freien Willen des Klienten verstoßen, indem ich ihn von der Situation abhängig mache und ihm jede Möglichkeit nehmen würde, sein Leben eigenverantwortlich zu meistern. Vielmehr würde ich sogar eine Abhängigkeit des Klienten von mir erschaffen, da er nun bei jedem Problem zu mir käme und wissen wollte, wie es weiter geht.

Es kommt also bei der astrologischen Beratung darauf an, dass der Klient die Umstände und Voraussetzungen seines Lebens begreift und dann das Ruder in die Hand nimmt, um sein Leben mit Hilfe seiner Potentiale zu meistern. Zum einen kann ich hier ein Geburtshoroskop erstellen, welches dem Klienten seine Potentiale, seine Fähigkeiten in den unterschiedlichen Lebensbereichen aufzeigt aber auch Hinweise darauf gibt, in welchen Lebensbereichen noch Potentiale zu entwickeln und Lernaufgaben zu bewältigen sind und worin diese Lernaufgaben bestehen. Bereits diese Analyse erklärt in den meisten Fällen die Schwierigkeiten, die sich in einer Partnerschaft ergeben haben. Erstelle ich nun noch eine Partneranalyse, so kommen auch die Potentiale und Schwierigkeiten des Partners hinzu, und natürlich die Wirkung der beiden Persönlichkeitsbilder aufeinander. Sehr interessant ist es, dass sich ganz oft beide Persönlichkeitsbilder miteinander ergänzen und jeder der Spiegel des anderen ist, der ihm die noch in der Entwicklung der Persönlichkeit zu bewältigenden Lernaufgaben zeigt. Eine dritte Möglichkeit ist die astrologische Karma-Analyse, das Mondknoten-Horoskop. Hier ergeben sich zusätzliche Hinweise auf karmische Verpflichtungen und Abhängigkeiten, die aus den vergangenen Leben mitgebracht wurden.

Aus allen diesen Werkzeugen heraus kann der Klient erkennen, warum er sich in dieser Lebenssituation befindet und was er daraus lernen soll. Er sieht auch die Potentiale, die ihm bei der Bewältigung dieser Lebenssituation helfen und die Möglichkeiten, die er nach Bewältigung der Lernaufgaben hat.
Wenn dieser analytische Teil der spirituellen Beratung abgeschlossen ist, kommt der „energetische Teil“ der Arbeit zum Zug. Hier kann ich sowohl dem Patienten durch Heilenergie dabei helfen, die Trauer und die Schmerzen zu überwinden, als auch mit ihm in speziellen Ritualen alte Emotionen und Muster auflösen und transformieren. Vielfach kann nach der Erkenntnis auch Karma transformiert werden, sofern es im Einklang mit allen beteiligten Seelen ist.

Mit diesen Werkzeugen wird der Klient ermächtigt, sein Leben wieder in Eigenverantwortung in die Hand zu nehmen und zu meistern.


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